Zurück

Die Ziege, oder wer ist Sylvia?

mit Sandra Heuer, Patrick Gabriel, Manuel Castillo und Frank Rafael Bosse

Inszenierung: Bernd Seidel
Gemälde und Kostüme: Monique Kammin
Produktion: TAT Kreativ-Akademie, München


Warum dieses Stück 2017 von vielen Theatern als „Skandal-Stück“ bezeichnet und von zahlreichen Tournee-Bühnen erst gar nicht engagiert wird, ist ein Rätsel.

Es kann weder an der manchmal recht vulgären Sprache, noch an der Thematik liegen, sieht man doch in den gängigen Medien selbst schon nachmittags haarsträubende Sendungen.

Immerhin hat Edward Albee sehr wichtige Preise für dieses Stück „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ erhalten, u.a. „New York Drama Critics Circle Award“, den „Tony Award“ und „Nestroy-Autorenpreis“.

Albee, aus dessen Feder auch „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ stammt, erzählt an einer jungen, modernen Familie eine Geschichte, in der es ihm nicht nur um platte dekadente Entgleisungen, sondern viel mehr um die Frage geht: „Wie weit lasse ich in einer immer mehr bigotten und reaktionären Gesellschaft Grenzüberschreitungen zu?“

Warum sich der erfolgreiche, jung-dynamische Familienvater Martin Gray ausgerechnet in eine Ziege verliebt, wird in grotesken, komödiantischen und manchmal auch dramatischen Szenen wunderbar beschrieben.

Theater ist zweifelsohne auch da, um zu provozieren und in übertriebener Form Zustände aufzuzeigen, die es zu überdenken gibt? Vielleicht die traditionelle Form von Ehe - warum werden über 40 % der Ehen wieder geschieden?

Es geht sicherlich auch um das Thema Liebe! Muss man der geliebten Person nicht ihre Freiräume zugestehen und sie sogar anders sein lassen, als man es selber gerne möchte?

All das wird in „Die Ziege oder Wer ist Sylvia?“ von einem jungen und attraktiven Ensemble frech, witzig und stark körperlich umgesetzt.



Tickets:
€ 25,50 / 21,50 inkl. VVG
Abonnement: 1, freier Verkauf ab Di., 5. Sept. 2017