Dieter Acker zum Gedenken
Freitag, 13. November 2006, 19:00 Uhr, Wolf-Ferrari-Haus Ottobrunn, Ratssaal
Zum Gedenken an den seit 1973 in Ottobrunn ansässigen, in Hermannstadt (Siebenbürgen/Rumänien) geborenen und vor 20 Jahren verstorbenen Komponisten Dieter Acker spielen Lehrkräfte der Rosmarie-Theobald-Musikschule Ottobrunn ein Konzert mit seinen Werken.
Am Freitag, den 13. November werden um 19:00 Uhr im Ratssaal des Wolf-Ferrari-Hauses folgende Kompositionen zu hören sein: Der Klavierzyklus „Spuren einer Tragödie“, komponiert unter dem Eindruck des 11. September 2001, die „Rilke-Sonate“ für Violine und Klavier (1983), die Sonate für Altsaxophon und Klavier aus dem Jahr 2005, eine von Ackers letzten Kompositionen, deren zweitem Satz das Hölderlin-Gedicht „Hälfte des Lebens“ vorangestellt ist, der Klavierzyklus „Happenings“ (1972), „Von Rand zu Rand“ (2002) für Klavier zu vier Händen sowie „Am Rande des Tages“, eine Komposition für Querflötenensemble.
Ausführende sind Michaela Buchholz (Violine), Hermann Rid (Saxophon), das Querflötenensemble der RTM, bestehend aus den Lehrkräften Ulrike Lehmann, Stephanie Münkel, Britta Steinbauer und deren Schüler:innen sowie Michael Schneidt, Ivana Grenda und Robert Jobst (Klavier).
Ackers Musik ist im Gestus und in emotionaler Hinsicht in der Musik des 19. Jahrhunderts verwurzelt, unter harmonischen und rhythmischen Gesichtspunkten im 20. Jahrhundert beheimatet. Oft bezog der Komponist Inspiration aus der Lyrik, neben Rilke und Hölderlin sind hier auch Eichendorff, Mörike und Goethe zu nennen. Nach eigener Aussage bestand allgemein eine besondere Affinität zu romantischer Dichtung und Musik, hier vor allem zu Johannes Brahms. Auch poetische und mehrdeutige Titel wie „ Am Rande des Tages“ oder “Von Rand zu Rand“ bezeugen eine wechselseitige Beeinflussung von Poesie und Musik.
Seine Musikauffassung beschrieb Dieter Acker in einem Gespräch im Jahr 2004 folgendermaßen: "Musik ist immer auch Sprache. Es wird etwas erzählt, es wird etwas vermittelt, und ich wende mich mit Hilfe des Interpreten an ein Gegenüber, das ein ausgesprochenes Bedürfnis, Musik erleben zu wollen, mitbringt. Was zu hören ist, sollte nun den Hörer so bewegen, dass er quasi "gezwungen" wird mitzufühlen und mitzudenken, ihn so ansprechen, dass das Gehörte im Idealfall zu Herzen gehen kann."
Immer wieder in den zurückliegenden Jahren hat sich die Rosmarie-Theobald-Musikschule der Musik Ackers angenommen, so auch mit Konzerten aus Anlass seines ersten, fünften und zehnten Todestages und mit der CD „Ottobrunner Komponisten“ (Musik von Ermanno Wolf-Ferrari, Robert M. Helmschrott und Acker).
Eintritt: 20,-€, ermäßigt 10,-€ für Schüler:innen, Studierende und Auszubildende
Karten für das Konzert sind unter info@rtm-ottobrunn oder Tel. 089/60808411 sowie an der Abendkasse erhältlich.





